Glossar

Biegeprofil

Biegung entsteht durch Wirkung eines Biegemoments. Wirkt Biegung auf ein Bauteil, so wird dessen Material in Belastungsrichtung auf Zug bzw. Druck belastet. Es entsteht Zug- bzw. Druckspannung im Material.

Aluminium-Strangpressprofil

Das Strangpressen ist ein Umformverfahren zum Herstellen von unregelmäßig geformten prismatischen Profilen. In diesem Verfahren wird ein auf Umformtemperatur erwärmter Pressling (Block) mit einem Stempel durch eine Matrize gedrückt. Dabei wird der Block durch einen Rezipienten - ein sehr dickwandiges Rohr - umschlossen. Die äußere Form des Pressstrangs wird durch die Matrize bestimmt. Durch verschieden geformte Dorne können Hohlräume erzeugt werden. Strangpressprofile erreichen bis zu 60 m Länge. Vorteil des Strangpressens ist insbesondere die Möglichkeit, Profile auch in komplizierten Formen herzustellen.

Galvanische Verzinkung

Beim galvanischen Verzinken wird mit Hilfe von elektrischem Strom Zink auf Stahlteile abgeschieden. Die entstehenden Zinküberzüge liegen zumeist bei 5 Mikrometer. Das galvanische Verzinken kommt deshalb schwerpunktmäßig in schwach korrosiven Umgebungen zur Anwendung.

Gasfeder

Eine Gasdruckfeder (auch kurz als Gasfeder bezeichnet) ist eine pneumatische Feder, die unter Hochdruck stehendes Gas zur Bereitstellung der Federkraft nutzt. Vorteile gegenüber Schraubenfedern sind die vom Federweg nahezu unabhängige Kraft, der geringe Platzbedarf und die Möglichkeit, gleich einen Dämpfungsmechanismus in die Feder integrieren zu können.

Gleitlager

Im Gleitlager haben die beiden sich relativ zueinander bewegenden Teile direkten Kontakt. Sie gleiten aufeinander gegen den durch Gleitreibung verursachten Widerstand. Die Reibung begrenzt u.U. die Lebensdauer. Eine Begleiterscheinung der Gleitlagerung ist der sogenannte "Slip-Stick-Effekt": Aus dem Stand muss eine hohe Haftreibung überwunden werden, die in Bewegung in eine geringere Gleitreibung übergeht. Durch dieses Phänomen kann es bei sehr langsamer Bewegung zu einem "Ruckeln" kommen.

Parallelgeführte Lastaufhängung

Im Gegensatz zur kardanischen Lastaufhängung kann bei der zwangsgeführten Lastaufhängung die Last nicht “auspendeln”. Über den Hub des Liftes bleibt z.B. die vertikale Bedienfläche einer angebauten Steuerung immer in der gleichen vertikalen Richtung.

Schraubenfeder

Die wird aus Federdraht zylinder-, kegel- oder tonnenförmig als sogenannte Miniblock-Feder (MBF) gewickelt. Man unterscheidet hier nach der äußeren Belastung zwischen Zug- und Druckfeder. Die Hauptbelastungsrichtung verläuft in Richtung der Federachse, wobei sich die Federenden geringfügig gegeneinander verdrehen können. Der Drahtquerschnitt wird bei Belastung auf Torsion beansprucht. Ihre Charakteristik kann durch Bereiche mit veränderlichem Drahtdurchmesser, variabler Steigung oder sich veränderndem Federdurchmesser (kegelstumpfförmige Schraubenfeder) gestaltet werden.

Schutzarten

Die Schutzart gibt die Eignung von elektrischen Betriebsmitteln für verschiedene Umgebungsbedingungen an, zusätzlich den Schutz von Menschen gegen potentielle Gefährdung bei deren Benutzung.
IP 54: Geschützt gegen Staub in schädigender Menge. Vollständiger Schutz gegen Berührung. Schutz gegen allseitiges Spritzwasser.

Torsion

Die Torsion beschreibt die Verdrehung, die durch die Wirkung eines Torsionsmoments entsteht. Wirkt Torsion auf ein Bauteil, so wird dessen Material um einen virtuellen Drehpunkt verschoben, es entstehen Schubspannungen im Material.

Kardanische Lastaufhängung

Die kardanische Aufhängung ist eine Lagerung in zwei sich schneidenden zueinander rechtwinkligen Drehlagern. Dabei befindet sich der Schwerpunkt des zu lagernden Objektes unterhalb des Schnittpunktes der Drehachsen. Das zu tragende Objekt kann so jederzeit ohne Bewegung des Tragarms weggedrückt werden. Dies ist vorwiegend in der Medizintechnik eine vorgeschriebene Sicherheitsfunktion. Im Umkehrschluss pendelt sich die Last unter dem Kardangelenk ein. Dies kann zur Folge haben das bei asymmetrischer Lastverteilung am angehängten Objekt eine Schiefstellung sichtbar ist, die durch eine Schwerpunktsverlagerung kompensiert werden muss.

Wälzlager

Wälzlager sind Lager, bei denen sich zwischen einem sogenannten Innenring und einem Außenring, im rollenden Körper der Reibungswiderstand verringert. Sie dienen als Fixierung von Achsen und Wellen, wobei sie, je nach Bauform, radiale und/oder axiale Kräfte aufnehmen und gleichzeitig die Rotation der Welle oder der so auf einer Achse gelagerten Bauteile ermöglichen. Da die Wälzkörper im Innen- und Außenring auf gehärteten Stahlflächen mit optimierter Schmierung abrollen, ist die Rollreibung dieser Lager relativ gering.
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